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Workshop Hannover

augustus 16, 2019

Am Freitag, den 9. August, fuhr ich mit dem Auto nach Hannover, wo ich zum ersten Mal in Deutschland einen Workshop zum Thema Glockenspiele geben wollte. Grundsätzlich ist Hannover auch mit dem Zug sehr gut zu erreichen. Meine Glockenspielstudentin Jessica Simonetti sagte mir, dass es eine direkte Verbindung von Zwolle (Niederlande) nach Hannover gibt. Jessica wird den Glockenspiel-Hauptfachkurs ab September an der Niederländischen Glockenspielschule in Amersfoort beginnen. Um mich zu verabschieden, wollte sie am Workshop in Hannover teilnehmen. Es stellte sich heraus, dass sie eine so gute Zeit hatte, dass sie nächstes Jahr wieder nach Hannover kommen wird.

Der Workshop begann Freitagnachmittag mit einer Vorstellungsrunde. Alle kamen zusammen in die große Halle des Diakovere Henriettenstift, Marienstraße 90. Es waren etwa zwanzig Teilnehmer. Einige davon, einschließlich meiner Studenten, Georg Wagner und Ariane Toffel, kenne ich schon gut.

Die Zusammensetzung der Gruppe war sehr unterschiedlich, wobei mir aufgefallen ist, dass verschiedene Altersgruppen vertreten waren. Leonie Vestner (Kassel), Daniel Schönemeier (Minden) und Iullia Osintseva bestätigen das Carillon spielen auch cool ist für die jüngere Generation.

Die Vorstellungsrunde wurde eröffnet durch den Organisator der Veranstaltung, Frau Anke-Christina Müller.

Ulrich Seidel, der Präsident der Deutschen Glockenspiel-Vereinigung hatte sein Übungsklavier mitgenommen. Das war ein wunderschönes Instrument, gebaut von Reinold van Zijl. Das Instrument bietet kaum Lärm wenn Sie spielen. Es kann an den Lautsprechern angeschlossen werden, so dass der Ton ein breites Spektrum kriegt.

Ulrich hatte zwei Schüller in den Workshop mitgenommen, darunter Tamara Bourvé. Ich hatte sie bereits einige Wochen zuvor in Erfurt getroffen, wo sie mich als Gastgeberin beim Konzert empfing.

Ein besonderer Gast war Frau Ritter. Ihr Ehemann Wilhelm Ritter leitet seit vielen Jahren den Workshop in Hannover und er ist 2018 verstorben. Dieser bedeutende Carillonneur, der viel zur Glockenspielkultur in Deutschland beigetragen hat, wurde am Freitagnachmittag, dem 9. August, mit einem In-Memoriam-Konzert geehrt.

Neben Wilhelm Ritter (1950-2018) war das Konzert auch der Diakonesse Lore Wartenberg (1931-2018) gewidmet. Frau Wartenberg hatte ein warmes Herz für das Glockenspiel, spielte das Glockenspiel selbst und arrangierte mehrere Lieder für das Glockenspiel.

Das Gedenkkonzert begann um 16 Uhr. Das Glockenspiel befindet sich in einem Turm im Garten des Diakonissenhauses. Die vielen Blumen, Bäume und der Teich machen den Hörgarten zu einem idyllischen Ort.

Christian Michel hat Präludium V von Matthias van den Gheyn (1721-1785) am Konzert gespielt:  https://youtu.be/7rNGa1FJwKk

Eine der Teilnehmerinnen, Antonia Krödel, ist verantwortlich für die sozialen Medien des Deutschen Glockenspielverbandes. Sie veröffentlichte eine Ankündigung und mehrere Berichte über den Workshop auf Facebook.

Der erste Unterricht fand nach dem Konzert statt. Der Unterricht befasste sich hauptsächlich mit den Stücken der Konzerte. Einige Teilnehmer, darunter Hildegard Diers, wollten alles über die Sitzposition und Spieltechnik wissen. Mit anderen habe ich daran gearbeitet, die Melodie oder externen Rhythmus herauszubringen (den Rhythmus nicht nur beschreiben aber mittels Dynamik ausdrücken). Wieder andere wollten wissen, wie man ein Klavierstück für Glockenspiel arrangiert.

Der Workshop besteht nicht nur aus Spielen und Lernen Komponenten. Der soziale Aspekt ist mindestens genauso wichtig. Die Carillonneure lernen sich am Wochenende besser kennen. Wir gingen sowohl am Freitag als auch am Samstagabend in die Pizzeria.

Vielleicht wäre es schön, nächstes Jahr ein Abendprogramm mit dem gemeinsamen Anschauen von Videos über das Glockenspiel aufzustellen? Die Idee wurde von den Teilnehmern positiv aufgenommen.

Die Workshops begannen bereits am Samstag, den 10. August um 9.20 Uhr. Fast alle waren um 9 Uhr da, was ein Zeichen der Begeisterung ist. Nach dem Unterricht und dem Mittagessen gab ich einen Workshop über Improvisation. Es gab drei Arten von Improvisationen, an denen ich mit den Teilnehmern gearbeitet habe.

Für einige war das Improvisieren völlig neu. In diesem Fall lasse ich die Melodie auf Noten, durch Spielen der Akkordsymbole als Basstöne im Pedal, begleiten. Eine einzelne Note könnte in den Alt gelegt werden, damit sie plötzlich freier spielen können.

Ein anderer Teilnehmer, Johannes Lang, ist ein professioneller Organist. Er nahm ein Motiv aus Beethovens Mondscheinsonate und spielte es in allen möglichen Transpositionen. Andere Teilnehmer fanden es interessant, eine freie Improvisation einzurichten. Ulrich Seidel zeigte, wie ein Baum nach Glockenspielmusik klingen würde. Leonie Vestner entwarf eine absteigende Skala, die dem Song Go down Mosesein visuelles Zwischenspiel gab.

Georg Wagner hat am Samstagmittag Konzert einige meiner Studien aus dem Bad Godesberg Buch gespielt. Auf YouTube habe ich seine Leistung einer der Studien veröffentlicht: https://youtu.be/BW0HXOcVPlg

Das letzte Konzert fand am Sonntagmorgen statt. Alle Konzerte wurden mit Kaffee und Kuchen gesegnet. Davit Drambyan aus Halle und Iullia Osintseva aus Erfurt improvisierten über eine Melodie aus der Ukraine.

Einige Teilnehmer zeigten, dass Einstimmigkeit auf Glockenspiel auch sehr gut funktionieren kann. Reinhard Kwaschik aus Gross Kreutz spielte das niederländische Lied Geef Vrede Heer, geef Vrede.Ich beendete das Konzert mit einem Lied über den Frieden: Mr. Andrew Carnegie’s Peace March von Jan J.H. van Rosmalen, arrangiert von Luc Rombouts.

Eine Aufnahme finden Sie auf YouTube: https://youtu.be/NBVa7dijfnY

Die Atmosphäre war sehr gut und ich habe das Gefühl, dass alle mit dem Wochenende zufrieden waren. Nächstes Jahr findet der Workshop vom 14. Bis 16. August statt. Sie können aktiv (spielend) oder passiv (als Zuhörer) am Workshop teilnehmen. Aufgrund des Großen Interesse an dem Workshop ist eine rechtzeitige Reservierung eine gute Idee.

 

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